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Expertenbeiträge
| Randphänomen Naturheilkunde |
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Naturheilkunde auf Abschussliste Die Pharmaindustrie verhindert die Entwicklung von Naturheilmitteln Für viele Heilpflanzen liegen exzellente wissenschaftliche Belege über ihre Wirksamkeit vor. Gleichzeitig bieten pflanzliche Arzneimittel ein hohes Maß an Sicherheit. Sie sind preiswert und nebenwirkungsarm. Unter solchen Voraussetzungen müsste die Branche der Phytotherapeutika eigentlich boomen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Phytopharmazeutische Unternehmen haben ihre Aktivitäten im Bereich Entwicklung reduziert oder eingestellt. Ähnliche Tendenzen sind in der Hochschulforschung zu beobachten. Wo liegen die Hintergründe für diesen Widerspruch zwischen Angebot und Nachfrage? Die großen Pharmakonzerne interessieren sich in erster Linie für patentierbare Einzelsubstanzen, die wirtschaftlichen Erfolg versprechen. Die Phytotherapie jedoch beruht auf Extrakten aus der ganzen Pflanze und damit auf komplexen Wirkstoffen. Gleichzeitig orientieren sich die Leitlinien der modernen evidenzbasierten Medizin an den Erfordernissen der Akutmedizin und der schnellen Heilung. Naturheilverfahren werden in diesem Zusammenhang nur selten erwähnt. So stehen sich Hightech-Medizin - die für immer mehr Effizienz, aber auch für wesentlich höhere Kosten sorgt - und ein ganzheitliches Medizinkonzept gegenüber, das die Mitarbeit des Patienten als entscheidenden Faktor für den langfristigen Therapieerfolg sieht. Dabei wird immer deutlicher, dass die Naturheilkunde in diesem Konkurrenzkampf mehr und mehr an den Rand gedrängt wird. |
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